Spotlight: THE TRANSFORMATION OF PR & MARKETING

Low Budget High SpiritSpotlightLeave a Comment

Zuletzt haben wir über das Schwinden der Print-Musikmagazine gesprochen, nun sagt Kathi Groll von MDR Sputnik im Business Talk in unserem aktuellen Newsletter, dass das Radio den Streaming-Plattformen eigentlich nichts entgegenzusetzen hat. Oh!

Und auch wir beobachten immer mehr (auch an uns selbst), wie wir immer seltener Agenturen buchen für klassische PR und immer größere Teile der Budgets in Digital Marketing wandern, um die Reichweite direkt zum Fan zu stärken. Oder noch besser: Wir wollen uns ganz andere Strategien überlegen, weil hierzulande vermutlich viel zu oft über Marketing “für” etwas nachgedacht wird und zu wenig über Marketing “am” bzw. “durch” das Projekt selbst.

Was Hannes Wittmer (ehemals Spaceman Spiff) gerade mit großer Konsequenz macht, finden wir super. Pay-What-You-Want ist unserer Meinung nach ein vollkommen unterschätztes Marketing und Preis-Modell. Dem Kunden (respektive Fan, Hörer) Vertrauen schenken und sich auf Augenhöhe zu begeben, kann nie schaden und wird viel zu selten angewendet. Hannes wird auf diese Weise viele neue Hörer auf den Konzerten haben, das Word-of-mouth wird gesteigert und allein das Engagement unter dem Facebook-Beitrag spricht für sich.

Spricht man mit Musik-Promotion-Agenturen, dann klagen alle darüber, dass die Arbeit schwieriger, zumindest aber aufwendiger wird (und damit teurer) und gleichzeitig der Effekt durch die (wenigen) Platzierungen in Radio, Online oder Print (gefühlt) stark nachlässt.

Merkwürdig, wenn man sich die tägliche Nutzungsdauer ausgewählter Medien anschaut. Da wird immer noch vier Stunden am Tag ferngesehen, knapp zwei Stunden Radio gehört – und nur 40 Minuten Musik konsumiert (verteilt auf alle Formate inkl. Streaming). Natürlich unterscheidet sich die Demografie einer an aktueller Independent-Musik interessierten Zielgruppe nochmal deutlich von der Gesamtbevölkerung – stutzig macht uns das trotzdem.

(By the way: Statista ist ein Spitzen-Tool um tiefer ins Thema einzutauchen, wir holen uns da viel Input und interessante Sachen her, zb zum Thema Werbung.)

Hilft jetzt nur noch viel Geld und ist Facebook am Ende der einzige Gewinner? Auf jeden Fall lachen sich jetzt die ins Fäustchen, die schon vor Jahren gewissenhaft Emailadressen für Newsletter auf Tour und auf der eigenen Website eingesammelt haben. Wer sich dann noch ein bisschen mit Email-Marketing auskennt, kann auf jeden Fall immer noch von enormen organischen Reichweiten profitieren. Super spannend dazu: Ein Interview-Podcast mit dem Tagesspiegel-Chef über deren sehr erfolgreichen “Checkpoint-Newsletter”. Geht zwar nicht um Musik, aber Newsletter ist Newsletter.

Teilt gern eure Erfahrungen mit uns! Und: Wie sehen es die PR-Agenturen unter unseren Lesern? Und: Are there any Workarounds? Schreibt uns an hello@lowbudgethighspirit.com

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